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Do Solis Rangel  
Doris Do Solis Rangel wurde 1939 in Münster geboren. Nach einer Kaufmännischen Bürolehre arbeitete sie beruflich in Münster, Kleve und Düsseldorf. Seit 1968 ist die Landeshauptstadt ihre Heimatstadt geworden. Hier war sie von 1968 bis 1976 in der Werbung tätig, von 1976 bis 1978 arbeitete sie bei der Deutsch-Mexikanischen Gesellschaft. 1976 heiratete sie, 1978 kam ihr Sohn mit einer Behinderung zur Welt. Nach ihrer Scheidung 1979 meisterte sie ihr Leben als Alleinerziehende. Nachdem ihr Sohn seit 2001 in einer Behinderten-Einrichtung lebt, kann sie sich ihrer eigentlichen Berufung zuwenden, Erlebtes und Empfundenes in Erzählungen zu schildern, in Gedichte fließen zu lassen und in Collagen auszudrücken. Da ein Teil ihrer Familie in Mexiko lebt und sie dort immer wieder längere Zeit verlebte sind die Schwerpunkte ihrer Prosa und Lyrik in den Themenbereichen Behinderung und Mexiko angesiedelt.
 

Veröffentlichungen:

 

„El abuelo de Kolja – Biografie meines Schwiegervaters“ Mexiko Stadt 2017
„Freie Flächen“ – lyrische Texte Eigenverlag 2018
„Ein besonderes Blau – Mein Leben mit Mexiko“ Eigenverlag 2021

 

Mitautorin in Anthologien:

 

„Herausforderung Schicksal-Prüfung bestanden“ G. Wenk, 2002
„Die sieben Totsünden“ Autorengruppe WortReich, 2005
Pink 10 – „Lesen im Atelier“, Düsseldorf 2008
„Poesie in Bild und Wort und Klang“, Leipzig 2012
FDB „Streitpunkte, gegeneinander – miteinander“, Düsseldorf 2017
WAV „Magische Muffins“ 2017
WAV“D-Mark Erlebnisse –rund um das alte Geld“ 2018


 

Mitautorin in Zeitschriften und Journalen:
 

Beiträge in Zeitschriften, zum Beispiel:
Zeitschrift „ZUSAMMEN“ Behinderte und Nichtbehinderte, Friedrich Verlag
Zeitschrift „Hörgeschädigte Kinder“
Schulbuch „ETHIK“, Konkordia Verlag
Lesehilfe-Zeitung
Zeitschrift „HAND UND FUß“
Straßenmagazin „fifty fifty“
Literaturzeitschrift „literarus“ und Literaturzeitschrift „DER FEDERKIEL“
FDB Zeitschrift „Der Gießerjunge“ seit 2018 regelmäßig


Bei einem Fotowettbewerb des Hörgeräte Akustikers GEERS gewann sie den zweiten Preis. In verschiedenen Jahren stellte sie Exponate in der DESTILLE-online-Galerie „Sommergäste“ aus.


Leseproben:

 



Carpe diem

Ich liebe es
in den Herbst hinein zu reifen

nenne mich Herbstzeitlose
weil es wie eine Metapher ist
und weil Altersflecken Konfetti sind
die Zeit zu tätowieren
und ermuntern wollen
das Kind in mir zu bewahren
weil seine Augen immer noch blau sind
weil das Leben noch freie Flächen hat
sie zu schmücken

Weil Jahreszeiten Jetzt Jetzt Jetzt rufen
und es schimmernde Libellen gibt
silberne Fische und Kolibris

Und außerdem
Stimmungen mit samtigem Timbre
Klangwelten vibrato und tremolo


Metamorphose

Hingeworfen nach Mexiko
In Chichén Itza Kopf und Herz verloren
Gehäutet, umgeformt, geprägt von Mexiko
Liebend umarmt
Neun mal kehrte ich zurück
Verwoben mit Mexiko
Die Sonne brüllt
Die Farben schreien
Vulkane spucken Feuer
Feuerschlucker zwischen Autokolonnen
Überlebenskünstler
Pilger auf zerschundenen Knien
Blut quillt aus Dornenkronen
Götter- und Gräberkult
Mexikaner leben mit ihren Toten
Speisen mit ihnen
Skelett-Gestalten bevölkern die Straßen blecken grinsend ihre Zähne
Zucker-Totenschädel tragen Namen

Stadt die niemals schläft
Es dröhnt und donnert der Verkehr
Es wächst und wuchert
der Millionen-Moloch
Armut und Überfluss
Fiestas und Ekstase
Lebenslust und Schweiß
Ermattete in Hängematten
Tequila-Taumel
Verliebte, Verlorene
Traurige die trinken müssen

Geigen schluchzen
Trompeten schmettern
Mariachi-Lieder übertönen sich
Mexiko – Land der Emotionen
Land wo selbst die Steine singen
Berauscht und entzückt
singe und tanze ich mit
Bin bei mir und außer mir
Sing’ Paloma negra
die Llorona, Zandunga
Bin Mexicana, bin Alemana
staune über das Fremde,
das Fremde in mir
Schling’ den Rebozo fester
um meine erschöpften Schultern

(Alle Rechte bleiben beim Autor)
 

Mitglied:  

Freundeskreis Düsseldorfer Buch `75 e.V. (FDB)
Literarische Gruppe „Lesen im Atelier“



Kontakt:
  

Do Solis Rangel
Merowingerstr. 56
40225 Düsseldorf
Tel. 0211 201802
solisrangel@web.de

   
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