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Gabriele Gabriel  
in Düsseldorf geboren, Schulzeit in Überlingen am Bodensee, Ausbildung zur Religionslehrerin, 1956 Heirat mit Walter Gabriel, Pfarrer, als kirchliche Lehrerin in der DDR von 1956 bis 1974 arbeitend, seit 1975 wieder in Düsseldorf als Buchhändlerin tätig, Ausbildung zur Lebensberaterin, 20 Jahre aktiv bei Amnesty International. Sie schreibt seit ihrem 11. Lebensjahr : Kurzgeschichten, Essays, Märchen und manchmal Gedichte. Literatursalon Gabriel: Als Salonière sieht sie sich in der Tradition der Salonkultur im 19.Jahrhundert. Eingeladen werden Autoren aus Düsseldorf und Umgebung zu Lesungen mit einem privaten Besucherkreis.  

Veröffentlichungen:
 


Gabriele Gabriel "Werkheft I "Leihweise besitze ich das Leben", Werkheft II und III: "Spiegelungen" - Kurzgeschichten, Essays , rhythmisierte Texte (Lyrik) - im Selbstverlag
 


Mitautorin in Anthologien:
 


FDB "STREITPUNKTE gegeneinander -miteinander", 2017
Pink 10, Leipzig, 2009


 

Leseproben:  

>Lebenslauf 1956 - 1975

1956 Freiwillig packten wir neue Möbel
und eifrige Absichten, willig dem
anderen Teil Deutschlands zu dienen
– vermeintlich frei von Vorurteilen.
1961
Unfreiwillig fühlten wir uns eingesperrt,
nischten uns ein in gewohnte
Denkweisen, bevorzugten die
zugeschickten Gewänder und die
vertrauten Gewandtheiten,
gettoisierten uns in ein privilegiertes
Gehege. Abgebrochen wurde
gemeinsames Gehen, unser mühsames
Stolpern wurde durch andere überholt.
„Kritische Solidarität” war
nicht gangbar, wenn wir plumpe
Anbiederung sahen.
1968
Die Insel „Prager Frühling“ zermalmten
Panzer, die Antwort war körperliche
Verstörung, aus der Bahn geworfen
durch die erkrankte Seele
1975
Wir sind herübergekommen,
traumselig sitzen wir in den vertrauten
hinter uns aufgegebene, hier neu
gewonnene Aufgaben. Wir verließen
freiwillig die unerfüllten Wünsche.
Wir ließen stehen die angestrebten
Ziele. Wir flüchteten vor den
phantastischen Träumen.
1990
Warum fühlen wir uns wie Deserteure?

 

Bilanz 2001

1.
Ich bin eine Diebin.
Ich klaue die Sonnenstunden, um weg zulaufen
Stehle mir Augenblicke des Glücks,
verstecke sie wie Diebesgut
und halte sie verstohlen für geheim
2.
Ich bin eine Pfandhäuslerin
gebrauchter Mantel macht Platz der Jacke
Ich genieße ein neues Aussehen
Ich leih mir den 50 Jährigen aus
und tanze heimlich in das neue Lebensjahr.
3.
Ich bin eine Tauscherin.
Eva räumt meine Behausung.
Ich musiziere mit Marlon am Klavier.
Ich filme den Poeten im Bühnenlicht.
auf den Balkon stellt er
den lichterbestückten Tannenbaum.
Die Tauschwährung heißt "Dankeschön".
1.
Ich bin eine leidenschaftliche Diebin,
so weiß ich, ich komme nicht zu kurz..
2.
Ich bin eine gelehrige Pfänderin:
ich trenne mich vom Verbrauchten
und beleihe die Freunde.
3.
Ich bin eine eifrige Tauscherin
Ich entdecke Fähigkeiten zu nützen
bei mir und den Anderen.

STEHELN
VERPFÄNDEN
TAUSCHEN

LEIHWEISE BESITZE ICH
EIN STÜCK DES LEBENS.

 

(Alle Rechte bleiben beim Autor)
 

Mitglied:   FDB - Freundeskreis Düsseldorfer Buch `75 e.V.
 

   
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